Der TV-Umstellung 2012 sehen viele Kunden gelassen entgegen, weil sie einerseits weiter analog versorgt werden, schon DVB-Technik haben oder auf Preissenkungen hoffen.
Eigentlich hatte der Handel mit einem Run auf die neuen Flatscreens und Receiver gerechnet, nachdem bekannt wurde, dass das analoge Fernsehen nun im Frühjahr 2012 endgültig eingestellt werden soll. Doch die TV-Umstellung scheint die meisten Menschen inzwischen kalt zu lassen. Woran liegt das? Einerseits sind viele Haushalte ohnehin schon im Besitz von Fernsehern mit DVB-Technik, die für den Empfang der neuen Standards geeignet ist. Auch die Anzahl der vorhandenen DVB-Receiver ist ziemlich hoch. Ein Teil denkt sicherlich auch, dass die Änderungen wie bisher im letzten Moment doch wieder zurückgenommen werden.
Doch einen weitaus wichtigeren Beitrag zu diesem Stillhalten leisten die Anbieter für Kabelfernsehen. Viele Kunden wissen nämlich schon, dass sie gegen einen kleinen Aufpreis auch weiterhin mit analogen Signalen versorgt werden. Die Umsetzung erfolgt in den Kopfstationen der Kabelnetzbetreiber. Da sieht man keine Notwendigkeit für eine Umstellung der eigenen Technik, obwohl die sich allein schon dadurch rechnet, dass so manche alte „Röhre“ noch ein Vielfaches an Strom verbraucht wie ein moderner Flatscreen. Und außerdem gibt es noch einen erheblichen Teil von Interessenten, die damit rechnen, dass der Fachhandel nach dem boomenden Weihnachtsgeschäft die Preise senkt, um den saisonal auftretenden Umsatzeinbruch in den ersten Wochen des neuen Jahres abzufangen. Da bleiben selbst die jetzt teilweise schon deutlichen Preisnachlässe für nicht ganz aktuelle TV-Technik schon mal weitgehend unbeachtet.
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